Die VKF-Methode „Bewertung Brandabschnittsgrössen“ mit zugehörigem Berechnungsverfahren von 2007 wurde mit der Einführung der neuen Brandschutzvorschriften per 1. Januar 2015 von der Technischen Kommission VKF ausser Kraft gesetzt. Dies deshalb, weil die Berechnung auf ein Referenzereignis mit 2400 m2 justiert ist, die neuen Vorschriften jedoch als Schwellenwert für das Führen eines Sicherheitsnachweises 3600 m2 festlegen.

Die in die Jahre gekommene Software Risiko-Check wurde während dem vergangenen Jahr durch zwei Teams der Fachhochschule Nordwestschweiz als Web-Applikation sowie als App für IOS und Android neu aufgearbeitet. Es freut mich, die neue Web-Applikation unter www.risiko-check.ch vorstellen zu dürfen. Die App’s sind in den Stores ebenfalls verfügbar. Die neuen Applikationen stehen in den Sprachen deutsch, französisch und italienisch zur Verfügung und können kostenfrei verwendet werden.

Der Einsatz von Risiko-Check ist nicht an einen länderspezifischen Sicherheitsstandard gebunden. In der Schweiz gilt als Grenzwert für das Führen eines Sicherheitsnachweises eine Fläche von 3‘600 m2, entsprechend ist eine Referenzfläche in der Applikation von 3‘600 m2 zu wählen. Deutsche und österreichische Ingenieure verwenden als Referenzfläche 1‘800 m2, ein Grenzwert, der sich aus der DIN 18230 respektive der OIB-Richtlinie 2.1 herleiten lässt.

Die Webapplikation ist unter www.risiko-check.ch erreichbar, die beiden App für IOS und Android sind in den Webstores zum freien Download verfügbar.

 

Mit der aktualisierten Version konnten einige kleinere Fehler behoben und  das Programm an 64-bit-Systeme angepasst werden. Die aktuelle Version 3.1.0 ist als Freeware ohne Einschränkung downloadbar.

Die bisherige Version 2.0 von Risiko-Check ist nach wie vor verfügbar. Sie basiert auf den Werten der Datenbank zur Berechnungsmethode nach SIA 81, welche allerdings durch das neue Verfahren der VKF abgelöst wird. Von Interesse ist jedoch die wesentlich grössere Datenbank, die entsprechend der SIA 81 fast 600 Nutzungen enthält.

Die überarbeitete Datenbank wurde mit freundlicher Genehmigung der VKF der Brandschutzerläuterung VKF entnommen. Die von der ETH Zürich erhobenen Brandlasten für ca. 90 Nutzungen ergeben eine neue Grundlage. Das Berechnungsverfahren nach der Brandschutzerläuterung VKF basiert auf einem Referenzereignis von 2400 m2. Leider ist das Berechnungsverfahren nicht variabel und kann deshalb keinen unterschiedlichen Referenzereignissen angepasst werden.

Die Betaversion von RCP (Risiko-Check-Personensicherheit) ist mittlerweile lauffähig. Vom Fluchtwegmodul können zur Zeit lediglich die beiden Eingabefenster benutzt werden, da das Berechnungsmodul noch in Arbeit ist. Die Liste der zur Verfügung stehenden Brandszenarien wird noch ergänzt. Die Hilfefunktion für den zur Verfügung stehenden Programmbereich ist eingebaut.