Der zirka 70-seitige Aufsatz aus dem Jahr 1996 analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen Politik, Technik und Brandschutz und stellt die Sicherheit als Spiegelfunktion der Gesellschaft dar. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Bürger, Wirtschaft, Behörde und Politik stellt ein lebendiges Gebilde dar, von welchem die sicherheitspolizeilichen Überlegungen mitgetragen werden müssen. Gleichzeitig ist dieses Spannungsverhältnis, welches einem Grundelement der Demokratie entspricht, niemals kernstabil; Veränderungen von Teilfaktoren können mitunter eine Verschiebung des Ganzen bewirken.

Nebst den realen Einflussgrössen in Form von unterschiedlichen Gefährdungspotentialen stellt das Sicherheitsniveau im Wesentlichen eine wohlstandsabhängige, gesellschaftspolitisch fundierte Entscheidung dar. Dies trifft in hohem Mass auch für das Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes zu, da davon breite Bevölkerungskreise als Bauherren oder als Mieter, aber auch als Unternehmer oder Angestellte betroffen sein können. Signifikant für den vorbeugenden Brandschutz ist, dass dieser häufig mit beachtlichen finanziellen Aufwendungen verbunden ist. Demgegenüber steht eine vordergründig nicht unbedingt erkennbare Anhebung des Sicherheitsstandards.

Entsprechend drehen sich die Diskussionen im Vollzug eher um Begriffe wie Verhältnismässigkeit und Besitzstandsgarantie als um materielle Fragen des vorbeugenden Brandschutzes. Mit dem Aufsatz soll die Richtung der künftigen Anforderungen an das Sicherheitsniveau im vorbeugenden Brandschutz erkannt und das gesellschafts- und wirtschaftspolitisch vertretbare Mass der Vorschriften abgeschätzt werden. Der Aufsatz kann im PDF-Format Online angesehen oder aber gezippt heruntergeladen werden.